“Wir dürfen die Stadt nicht den Marken überlassen.”

TRENDBÜRO

Das Trendbüro trifft auf die Stadtspieler (Foto: Felix Borkenau)

Trendbüro trifft: Am 11. März lud das Hamburger Trendbüro 24 Gäste ein, mit Stadtspieler Zukunftsthemen der Stadt zu beleuchten. Die originellste Idee wurde in der Spielrunde mit den kontroversesten Gesprächen gekürt: “Nur wo gestritten wird, kommen gute Lösungen zustande”. Die so genannte “Finger-weg-Zone” darf nicht bebaut oder dem Markt überlassen werden. Hier soll die Eigenheit der Stadt bewahrt und repräsentiert werden – ohne markante Bauwerke. Als zukunftsrelevantes Ensemble wählte der Tisch mehrheitlich die “Mocca-Passage”: “Sie ist ein Konzept – das emotionale Herzstück einer lebendigen Stadt, historisch gegenwärtig, zukunftsfähig, temporär”. Kleingewerbe, Gastronomie, Handel sind auf dieser verkehrsberuhigten Straße ebenso zu finden wie Wohnen und Bildung. Räume gewinnen an Bedeutung, die auf das natürliche Maß gründen: in der Ausstattung mit Grün, in der Bewegungsart zu Fuß (oder mit dem Fahrrad), in der Kommunikation mit der Begegnung von Mensch zu Mensch. Die auf einem Spieltisch erbaute Agora befand sich dem entsprechend nicht im Zentrum der Stadt, sondern in einem Quartier. Auch an diesem Stadtspieler-Abend wurde deutlich, dass die Stadt der Zukunft verstärkt von wechselnden Allianzen anstatt von altem Lagerdenken geprägt sein wird. Ganz in diesem Sinne fiel der Satz: “Wir dürfen die Stadt nicht den Marken überlassen.” und eröffnete nach dem Spiel im Trendbüro das Abendgespräch zwischen Menschen aus den verschiedensten Professionen, Ländern und Generationen.

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