Ab durch die “gute Mitte”

Stadt beforschen und gestalten: Ergebnisse der Spielrunde mit der GSS

Eine „Bildungsschale“ zum Liegen und Lernen, ein Wohnschiff für Senioren, ein Liniendienst zum Transport von Waren auf der Elbe oder ein Umbau des alten Hamburger Fernsehturms zu einem kleinen Eiffelturm – das ist eine Auswahl der besonders schönen Ideen dieser Spielrunde.

Die sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind allesamt Profis in der Stadtplanung. Eingeladen hatte die Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Stadtforschung e.V. am 20. Juni in das Bürgerhaus der Lenzsiedlung nahe Hagenbecks Tierpark. Auf dem Spielfeld zeigten die Spieler beispielhaft, wo Hürden und Aufgaben für eine gelingende Stadtentwicklung liegen.

Die Idee des Recyclinghofes, der durch Künstler gestaltet ist, also in einem hochwertigen Design ausstrahlt, an den eine Tauschbörse und Nachbarschaftswerkstatt angeschlossen sind, gehört zu den originellsten Ideen der ganzen Stadtspieler-Kampagne. Der Hof wurde mitten in der Stadt angesiedelt, er betrachtet Abfall nicht als Müll, sondern als Ressource. Recycelte Teile vom Hof wurden dann – z.B. mit Jugendlichen gemeinsam – in einem Spielplatz oder einer Wohnanlage neu verbaut. Auch die in der Praxis umstrittene Idee für einen kombinierten Kinder- und Seniorenspielplatz gelangte aufs Brett und wurde diskutiert. Den Schlusspunkt setzte ein Spieler mit seinem Ausruf: „In der Altstadt wohnt ein Miesepeter. Ich kaufe mir den See, ihr bekommt Knete und ich besuche zukünftig mich selbst.“ Die Stadt erhielt den Namen „Gute Mitte“.

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