Jugendliche gestalten die Vergangenheit in der Zukunft

Gestaltung des Hannoverschen Bahnhofs

Vom Hannoverschen Bahnhof, heute im Stadtteil HafenCity gelegen, wurden in der NS-Zeit mehr als 7.500 Hamburger/innen und Norddeutsche in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt. Dieser Ort soll im Rahmen der Entwicklung der HafenCity als Gedenkstätte gestaltet werden, von den damaligen Gebäuden ist keines erhalten. Für das Gestaltungskonzept werden auch die Sichtweisen von Jugendlichen aufgenommen. Ein Verbund von Trägern – darunter der Landesjugendring Hamburg e.V. – führt mit 40 Jugendlichen sieben Projektwerkstätten durch. Eine von diesen nutzte am 5. November im Logensaal der Hamburger Kammerspiele die Methode „Stadtspieler“.

Die Spiele am Projekttag brachten viele Ideen und machten vor allem den berührenden Umgang der jungen Menschen mit dem Thema sichtbar: „Synagogen müssen immer noch polizeilich geschützt werden“, berichtete ein Mitspieler den anderen Teilnehmenden. Als besondere Ideen entstanden Vorschläge für neue Gedenkorte: eine Wand der Erinnerung, eine Brücke der Vergessenen, eine Verbindung von Denkmalen per Schwebebahn, oder einen auf dem Wasser schwimmenden Davidstern, der im Dunkeln leuchtet. Jugendliche berühren und lassen sich berühren, das ist wohl die größte Ressource der Gesellschaft und jeder Stadt, die es zu entdecken und zu erschließen gilt.

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